
Schauspiel
Friedrich Kayssler
Friedrich Kayssler besuchte in Breslau das Maria-Magdalenen-Gymnasium, studierte Philosophie in Breslau und München und begann seine Bühnenlaufbahn in Berlin bei Otto Brahm. Von dort ging er als Erster Liebhaber nach Görlitz, wo er seine erste Frau Luise, Mitglied des dortigen Theaters, kennenlernte und heiratete, war kurze Zeit in Halle und kam dann dauernd nach Berlin zurück. Auf dem Breslauer „Magdalenäum“ lernte Kayssler im Sommer 1889 Christian Morgenstern kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband, ebenso wie mit Fritz Beblo, mit dem zusammen er 1893 das Abitur machte. Morgenstern wurde der Patenonkel seines Sohnes Christian. Er befreundete sich noch unter Otto Brahm mit Max Reinhardt, mit dem er gemeinsam die Schall und Rauch-Abende veranstaltete. Als Reinhardt 1905 das Deutsche Theater als Nachfolger Otto Brahms übernahm, wurde Kayssler Mitglied dieser Bühne, der von 1905 an auch Helene Fehdmer, seine zweite Gattin, angehörte; er hatte sie 1904 als Lola Montez in Josef Ruederers Morgenröte im Neuen Theater kennengelernt. 1913 verdiente er als Schauspieler bei der Literaria Film 3.000 Mark pro Monat Von 1918 bis 1923 war Kayssler Direktor der Volksbühne Berlin. Als Kayssler 1923 vorzeitig von der Direktion zurücktrat, hieß es im Nachrichtenblatt der Volksbühne Berlin, es habe „gewisse Auseinandersetzungen“ über einen „Vertrag, den Direktor Kayßler wegen eines einmonatigen Gastspieles am Theater in der Königgrätzer Straße ohne Zustimmung des Vereinsvorstandes abgeschlossen hatte“, gegeben. Kayssler habe sich „aus materiellen Gründen“ nicht zum Rücktritt von diesem Gastspiel bereitfinden wollen. Kayssler gastierte zusammen mit Helene Fehdmer viel im In- und Ausland und übernahm zahlreiche Filmrollen. Nebenbei betätigte er sich auch als Schriftsteller. Er verfasste vorwiegend impressionistische Märchendramen und Lustspiele, trat aber auch mit Gedichten, Essays und Aphorismen an die Öffentlichkeit. 1938 spielte er eine Rolle in dem von Lothar Müthel inszenierten Struensee-Drama Der Sturz des Ministers des NS-Dramatikers Eberhard Wolfgang Möller[2]. Nach dem Tode von Helene Fehdmer-Kayssler (1939) widmete er ihr das Buch Helene Fehdmer zum Gedächtnis (1942 im Verlag Rütten & Loening), in welchem er versuchte, unter Wiedergabe von Dialogen der meist von ihnen gemeinsam gespielten Rollen einen Umriss zu geben „des inneren Bildes ihrer Darstellungen und Gestalten“. 57 Bildtafeln sind dem Buch beigegeben, darunter Aufnahmen ihrer bildhauerischen Werke. Friedrich Kayssler war einer von nur vier Theaterschauspielern, die auf der Gottbegnadeten-Liste als „unersetzliche Künstler“ aufgeführt wurden. Am 10. März 1944 starb sein Sohn Christian Kayssler, der ebenso ein erfolgreicher Schauspieler war, im Alter von 46 Jahren bei einem alliierten Bombenangriff. Friedrich Kayssler wurde bei Kriegsende vor seinem Haus in Kleinmachnow von sowjetischen Soldaten getötet. Quelle: Wikipedia
Steckbrief
- Geboren
- 07. April 1874
- Gestorben
- 24. April 1945 (mit 71 Jahren)
- Geburtsort
- Neurode, Lower Silesia, Germany [now Nowa Ruda, Dolnoslaskie, Poland]
- Geschlecht
- männlich
- Bekannt für
- Schauspiel
- Auch bekannt als
- Friedrich Kayßler, Friedrich Martin Adalbert Kayssler
Als Darsteller (48)
Das Leben geht weiter
1945 · Film

Träumerei
1944 · Film
Wenn du noch eine Heimat hast
1942 · Film

Bismarck
1940 · Film

Der Fuchs von Glenarvon
1940 · Film

Angelika
1940 · Film

Der singende Tor
1939 · Film

Anna Favetti
1938 · Film

Dreizehn Mann und eine Kanone
1938 · Film

Verwehte Spuren
1938 · Film
Zwischen den Eltern
1938 · Film

Der Hund von Baskerville
1937 · Film

Der zerbrochene Krug
1937 · Film

Eine Frau ohne Bedeutung
1936 · Film

Das Mädchen vom Moorhof
1935 · Film

Mazurka
1935 · Film

Friesennot
1935 · Film

Der höhere Befehl
1935 · Film

Gold
1934 · Film

Der ewige Traum
1934 · Film

Der Polizeibericht meldet
1934 · Film

Peer Gynt
1934 · Film

Unter falscher Flagge
1932 · Film
Das Schiff ohne Hafen
1932 · Film

Die elf Schill'schen Offiziere
1932 · Film
Marschall Vorwärts
1932 · Film
Goethe lebt...!
1932 · Film

Strafsache van Geldern
1932 · Film

24 Stunden aus dem Leben einer Frau
1931 · Film

Yorck
1931 · Film
Kadetten
1931 · Film

Der Hauptmann von Köpenick
1931 · Film

Luise, Königin von Preußen
1931 · Film

Der Mann, der den Mord beging
1931 · Film

Im Geheimdienst
1931 · Film

Täter gesucht
1931 · Film

Zwei Menschen
1930 · Film

Stürme über dem Mont Blanc
1930 · Film

Das Flötenkonzert von Sans-Souci
1930 · Film

Zwei Welten
1930 · Film

Das brennende Herz
1929 · Film
Eine Dubarry von heute
1927 · Film
Feme
1927 · Film
Ein Lebenskünstler
1925 · Film

Mutter und Kind
1924 · Film

Gräfin Donelli
1924 · Film

Der Tunnel
1915 · Film