
Season 1
3 Folgen · 18. September 2000
Seit 1970 regierte Salvador Allende Chile als erster demokratisch gewählter sozialistischer Präsident – ein Symbol der Hoffnung vor allem für die Armen. Doch die konservative Opposition, unterstützt von den USA, die einen marxistischen Einfluss in Südamerika fürchtete, arbeitete gezielt auf seinen Sturz hin. Bei den Parlamentswahlen 1973 verfehlte die Rechte die nötige Mehrheit, um Allende verfassungsgemäß abzusetzen. Daraufhin baute sie auf Destabilisierung: Die Versorgung der Bevölkerung wurde durch Sabotageakte und die Vernichtung von Vorräten gezielt behindert. Faschistische Gruppen schürten Gewalt, finanziert von Großkonzernen und dem US-Außenministerium. Als sich die Mittelschicht der Opposition anschließt und eine von Christdemokraten unterstützte Lkw-Blockade das Land lahmlegt, ist die Demokratie am Ende. Am 29. Juni 1973 scheiterte zwar ein erster Putschversuch – doch der Umsturz blieb nur eine Frage der Zeit. (Text: arte)
Folgen

Folge 1
Der Aufstand der Bourgeoisie
18. September 2000 · 1 Std. 36 Min.
Salvador Allende wollte den chilenischen Staat modernisieren und die Armut bekämpfen. Doch die Konservativen des Landes organisierten sofort nach seiner Wahl zum Präsidenten eine Reihe wilder Streiks, und das Weiße Haus drehte Chiles Wirtschaft den Hahn ab. Als sie begriffen, dass sie Allende mit legalen Methoden nicht ausschalten konnten, bereiteten sie den Putsch vor. (Text: arte)

Folge 2
Der Staatsstreich (Alternativtitel: Der Militärputsch)
25. September 2000 · 1 Std. 28 Min.
1973 spitzt sich der Konflikt zwischen den politischen Lagern in Chile weiter zu. Die US-Regierung unterstützt den Widerstand gegen den sozialistischen Präsidenten Allende. Es kommt schließlich zu einem Militärputsch – und in der Folge zu 17 Jahren Schreckensherrschaft des Pinochet-Regimes. (Text: arte)

Folge 3
Die Macht des Volkes
02. Oktober 2000 · 1 Std. 19 Min.
In den Monaten vor dem Militärputsch in Chile versuchen die Anhänger des sozialistischen Präsidenten Allende, mit politischen und karitativen Aktionen einen « Staat im Staate » zu schaffen – als Gegengewicht zu den reformfeindlichen Kräften im Land, die unter anderem von der Nixon-Regierung in den USA unterstützt werden. (Text: arte)