
Folgen
90Folge 1
Der Komodowaran und die Blattlaus (Geburt war gestern)
18. Februar 2014 · 22 Min.
In der ersten Folge dreht sich alles um Fortpflanzung – sogar ohne Sex! Die außergewöhnlichen Vermehrungs-Mechanismen der Blattläuse sind bereits historischen Naturforschern aufgefallen. Dass sich aber sogar die großen Drachen-Echsen, die Komodo-Warane, und viele Schlangenarten völlig ohne Männchen vermehren, haben Wissenschaftler erst kürzlich entdeckt. David Attenborough schildert die Vorteile von Jungfernzeugung und eigenen Klonen, mit denen auch „erdgeschichtliche Urgesteine“ wie die Warane bereits über 200 Millionen Jahre erfolgreich sind und erklärt, warum es aber ganz ohne Sex auch nicht geht.
90Folge 2
Das Nashorn und der Igel (Erfolgsmodell Schutzpanzer)
18. Februar 2014 · 22 Min.
Panzer und Stacheln sind das Mysterium der heutigen Folge. Lange bevor die ersten Zoos existierten, galten Tiere wie Nashörner in fremden Ländern als Fabelwesen, die beim Verlust ihres Horns sterben. Attenborough widerlegt mit dem Wissen von heute den Aberglauben von gestern, sowie die Annahme einer reinen Verteidigungsfunktion der spitzen Fortsätze. Stacheln, Hörner und Panzerhaut dienen zwar als Waffen zur Selbstverteidigung, übernehmen aber auch wichtige physische Funktionen. Zu sehen sind neben der faszinierenden Struktur der zentimeterdicken Nashorn-Haut, auch stachellose Igel-Kinder und Löwen als Opfer von Stachelschweinen.
80Folge 3
Die Eule und der Riesenkalmar (Leben in der Finsternis)
25. Februar 2014 · 22 Min.
In diesem Teil der Dokureihe haben die Herrscher der Dunkelheit ihren Auftritt. Attenborough präsentiert faszinierende Anpassungen an ein Leben ohne Licht: Eulen sehen mit den Ohren und Kraken mit ihren Armen. In der Dämmerung und in Tiefsee-Abgründen leben die Superlative der Kuriositäten. Den eingeschränkten Seh-Sinn gleichen die Lampenfische und gigantischen Tintenfische mit unglaublichen Körperausprägungen aus.
80Folge 4
Der Kuckuck und der Totenkopfschwärmer (Die Betrüger)
25. Februar 2014 · 22 Min.
Die heutige Folge enttarnt die raffinierten Strategien der größten Blender im Tierreich. Das Erfolgs-Geheimnis der tierischen Nestbetrüger und Honigdiebe liegt in der Imitation von Lauten, Gerüchen und Verhaltensweisen anderer Tiere. Der Kuckuck ist der Meister im Betrügen: Nachdem die Kuckucks-Kinder das fremde Gelege zerstört haben, täuschen sie für eine ausgiebige Fütterung die Klang-Kulisse eines voll besetzten Nests vor. Nachtfalter erschleichen sich unbeschadet Honig in Bienenstöcken und Brutplätze für ihre Larven in Ameisen-Staaten, indem sie die Duftnoten und Verständigungs-Codes der Staaten-Insekten kopieren.
90Folge 5
Der Gorilla und die Fledermaus (Besser als ihr Ruf)
04. März 2014 · 22 Min.
In dieser Folge ergründet Attenborough die Ursachen vom schlechten Ruf der Gorillas und der Vampire. Lange Zeit galten Gorillas als barbarische Kreaturen und Vampir-Fledermäuse als grausame Blutsauger, die dem Menschen nach dem Leben trachten. Missverstandene Namen, übertriebene Reiseberichte und Horror-Geschichten wie „Dracula“ brachten den größten Menschenaffen und die Familie der Fledermäuse lange Zeit in Verruf. Der Evolutions-Theoretiker Charles Darwin und die Gorilla-Beobachterin Dian Fossey trugen jedoch wesentlich zur Aufklärung der Bevölkerung bei und wiederlegten Gerüchte. Während der Gorilla heute fast als „sanfter Riese“ rehabilitiert ist, begegnet man Fledermäusen aber immer noch mit Argwohn, warum?
90Folge 6
Aale und Pflanzen (Elektroschocker und Co.)
04. März 2014 · 30 Min.
Diese Folge zeigt exotische Tiere mit außergewöhnlichen Sinnesorganen. Die phänomenale Nutzung von Stromschlägen bei Zitter-Aalen wurde noch vor der Definition von Elektrizität entdeckt und inspirierte die Erfinder der Batterie. Auch andere Fisch-Arten und sogar Pflanzen tauschen sich über elektrische Signale aus. Mit neuen Mess-Techniken können Wissenschaftler heute sogar die Kommunikation zwischen Pflanzen und ihrer Umwelt nachweisen. Blumen „erzählen“ Bienen, wo es noch Nektar zu holen gibt und neue Studien liefern sogar Hinweise auf gehörähnliche Funktionen bei Bäumen und Gräsern.
90Folge 7
Der Kaiserpinguin und der Eisfrosch (Leben im ewigen Eis)
11. März 2014 · 30 Min.
Diese Dokumentation ist ganz den tierischen Kälte-Experten gewidmet. David Attenborough präsentiert die unglaublichen Fähigkeiten von Kaiserpinguinen am Südpol und Baumfröschen in Nordamerika unter den kältesten Umweltbedingungen zu Überleben und sogar erfolgreich Nachkommen großzuziehen. Die größten Pinguine sind die einzigen ihrer Art, die ihre Eier mitten im härtesten Winter der Welt legen. Zwischen den ledrigen Füßen und der isolierten Bauchfalte gelingt es den Pinguin-Eltern ihr Ei auszubrüten und die Küken vorm Erfrieren zu bewahren. Ähnlich faszinierend sind die Frostschutz-Mechanismen von Fröschen. Attenborough demonstriert die unglaubliche Fähigkeit mancher Frosch-Arten, zu einem leblos wirkenden Stein zu gefrieren ohne dabei zu Sterben.
80Folge 8
Der Vogel und die Spinne (Weber und Spinner)
11. März 2014 · 30 Min.
Diese Folge steht ganz im Zeichen der Architekten unter den Tieren. Die Hauptdarsteller sind acht- und sechs-beinige Seide-Produzenten und Afrikas Webervögel. Feingearbeitete Nester aus Federn, Zweigen und Grashalmen erscheinen uns wie extravagante Exponate lang trainierter Künstler. In Wahrheit sind es kleine Singvögel, die von Geburt an die komplexen Web-Techniken nur mit Schnabel und Fuß beherrschen. Wahre Kunstwerke sind auch Spinnen-Netze. Die kleinen Krabbeltiere stellen mit ihren Spinnwarzen nur auf Basis von Insekten und Wasser das robusteste Natur-Material her.
80Folge 9
Das Seepferdchen und die Hyäne (Seltsame Eltern)
18. März 2014 · 30 Min.
Diese Episode beleuchtet den evolutionären Nutzen vom elterlichen Rollentausch bei Hyänen und Seepferdchen. Erst vor wenigen Jahren entdeckten Forscher das kuriose Vermehrungs-Verhalten der wundersamen Meerestierchen. Hier sind Brutpflege und Geburt Männersache. Nur die Männchen haben die Bruttasche am Bauch und suchen sich die Weibchen aus, deren Eier sie ausbrüten. Im Fall der Tüpfelhyänen ist es dagegen andersherum: Die Weibchen der afrikanischen Räuber sehen männlichen Tieren zum Verwechseln ähnlich.
80Folge 10
Die Schwalbe und der Schmetterling (Die Verschollenen)
18. März 2014 · 30 Min.
Die letzte Folge der Dokureihe behandelt die Mythen um Schwalben und Schmetterlinge vor dem Wissen über ihr saisonales Zug-Verhalten. Angebrachte kleine Ringe an den Tieren bringen eindeutige Erkenntnisse und eliminieren die Mythen um das plötzliche Verschwinden und Auftauchen der Insekten und Vögel. Bis heute kommen immer mehr Details zur Orientierung und Organisation der weiten und beschwerlichen Routen ans Licht. Während dieselben Schwalben jedes Jahr die Reise einmal quer über die Sahara bestreiten, legen die Distelfalter den Weg von Südafrika nach England etappenweise über sechs Generationen zurück.