
Staffel 1
12 Folgen · 03. Dezember 2008
"Die Apokalypse“ nimmt Sie mit auf eine historische Forschungsreise durch das Neue Testament. Die Reihe umspannt den Zeitraum vom ersten bis zum fünften Jahrhundert n. Chr. und verfolgt die Entwicklung des Christentums von einer kleinen jüdischen Sekte zur Staatsreligion des Römischen Reichs.
Folgen

Folge 1
Die Synagoge des Satans
03. Dezember 2008 · 52 Min.
Die erste Folge der zwölfteiligen Dokumentationsreihe gibt Antwort auf grundlegende Fragen. Sie erklärt den Begriff " Apokalypse“, stellt den Evangelisten Johannes, den Autor dieser Offenbarung, vor und erläutert den historischen Kontext ihrer Entstehung. Entgegen der heute gängigen Vorstellung eines Weltuntergangs hoffte Johannes auf die Wiederkunft des Messias. Die Dokumentation untersucht die Stellung, die die ersten Christen zu dieser Zeit innerhalb des Römischen Reiches einnahmen, analysiert das Verhalten der verschiedenen christlichen Gruppen zueinander und versucht zu erklären, was sich hinter der mysteriösen "Synagoge des Satans" verbirgt.

Folge 2
Rom brennt
03. Dezember 2008 · 52 Min.
Die Bezeichnung "Christen“ für die anfangs kleine jüdische Sekte verbreitete sich erst spät. Unklar ist, ob es sich um eine Selbst- oder Fremdbezeichnung handelt. In jedem Fall sahen die Römer in ihnen eine Bedrohung. Tatsächlich ist die Offenbarung eine Brandschrift gegen ihre politische Macht. Wurde Rom also 64 n.Chr. von Apokalyptikern in Brand gesteckt? Oder dienten die Judenchristen Nero als Sündenböcke?

Folge 3
Das Blut der Märtyrer
06. Dezember 2008 · 52 Min.
Die Weigerung einiger Christen am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, stellte die Römer vor eine Herausforderung, der sie mit Gewalt begegneten. Trotz einiger Unterschiede ähneln sich christliche und islamische Märtyrer: ihren Tod sehen sie auch als öffentliches Opfer. Märtyrerberichte, geprägt von Gewalt und pornographischen Elementen, dienten als Propagandamittel, um eine christliche Identität aufzubauen.

Folge 4
Der Erbstreit
06. Dezember 2008 · 52 Min.
Beiderseitiges Unverständnis prägte die Beziehung von Römern und Christen. Die an den römischen Kaiser gerichteten Apologien dienten den Christen dazu, ihre christliche Identität zu erläutern. Der Verfasser Justin sieht im Christentum die wahre Philosophie. Er möchte außerdem die Juden bekehren, denen er vorwirft, die Botschaft Gottes verfälscht zu haben.

Folge 5
Der neue Bund
10. Dezember 2008 · 52 Min.
Bei der Entstehung des Neuen Testaments wurde angesichts der Vielzahl an verschiedenen Schriften klar, dass nur eine Auswahl als Basis für ein gemeinsames Bewusstsein dienen kann. Für diesen stark reduzierteren Korpus christlicher Schriften wurden vier Auswahlkriterien (Alter, Autor, Verbreitung, Richtigkeit) angewandt.

Folge 6
Die große Häresie
10. Dezember 2008 · 52 Min.
Das Christentum strukturierte sich, indem es abweichende Lehren, wie etwa die Gnosis, an den Rand drängte. Worum ging es der Gnosis und warum fühlte sich die Kirche von ihr bedroht?

Folge 7
Gegen die Christen
13. Dezember 2008 · 52 Min.
Die Ausbreitung des Christentums im Römischen Reich war nicht überall willkommen: Es begann die Zeit der Verfolgungen. Warum versuchten die römischen Kaiser Decius, Valerian und vor allem Diokletian die neue Religion gewaltsam auszurotten? Und welche Chancen hatten die Christen, der Verfolgung zu entkommen?

Folge 8
Die Bekehrung des Kaisers Konstantin
13. Dezember 2008 · 52 Min.
Mit dem römischen Kaiser Konstantin fand das Christentum einen seiner einflussreichsten Anhänger. Bei der Schlacht an der Milvischen Brücke im Jahr 312 entschied er sich, den Gott der Christen um Beistand anzuflehen, sein Sieg wurde zu einem Sieg der Christenheit. Steckte hinter seiner Entscheidung echter Glaube oder eher politisches Kalkül? Welchen Vorteil zog er aus dem Christentum?

Folge 9
Das Konzil von Nicäa
17. Dezember 2008 · 52 Min.
Kaiser Konstantin I. war der erste römische Kaiser, der dem Christentum angehörte. Doch die Religion, der sich der Herrscher verschrieben hatte, war zu seiner Zeit alles andere als gefestigt. Um dies zu ändern, lud er 325 zum Ersten Konzil in die Stadt Nicäa ein. Entscheidungen, die dort gefällt wurden, wirken bis heute fort. Doch wer war daran beteiligt? Und welchen Interessen diente das Konzil?

Folge 10
Der Gottesstaat
17. Dezember 2008 · 52 Min.
Ende des 4. Jh. ist das Christentum im Römischen Reich weit etabliert, 380 erhebt es Kaiser Theodosius sogar zur Staatsreligion. Mit der Plünderung Roms im Jahr 410 geraten jedoch die Grundfesten des Reichs ins Wanken. Viele Römer geben der neuen Staatsreligion die Schuld an dem Desaster. Doch welche Bedeutung hatte die Erhebung des Christentums zur Staatsreligion wirklich?

Folge 11
Das Jahr Null des Christentums
20. Dezember 2008 · 52 Min.
Wann genau beginnt das Christentum? Mit der Kreuzigung Christi, deren genaues Datum im Dunkeln liegt? Mit der Niederschrift der Evangelien, oder mit der Bekehrung Kaiser Konstantins? Oder gar 380, als Kaiser Theodosius das Christentum zur Staatsreligion erhebt? Eine Suche nach den Anfängen des christlichen Glaubens.

Folge 12
Nach der Apokalypse
20. Dezember 2008 · 52 Min.
"Jesus verkündete das Reich Gottes - gekommen ist die Kirche." Mit diesem Satz fasste der Theologe Alfred Loisy 1902 die Entstehung des Christentums zusammen. Im letzten Teil der Dokumentationsreihe wird der Frage nachgegangen, wie aus einer kleinen jüdischen Sekte, von der römischen Obrigkeit misstrauisch beäugt, eine der größten Religionsgemeinschaften der Geschichte werden konnte.