Folgen
Folge 1
Das Geheimnis der Indios – Kohle als Klimachance?
31. Januar 2011 · 30 Min.
Kohle aus Abfall - die wiederentdeckte Erfindung Holzkohle - Energie mit Geschichte Terra Preta - das Geheimnis der Indios Wachstumswunder - Humus mit Kohle Eigene Erde - Klimaschutz im Botanischen Garten
Folge 2
Faszinosum Industriekultur – Ein vernachlässigtes Stück Heimat?
28. Februar 2011 · 30 Min.
Industriegeschichte(n) - Oberschöneweide auf Smartphone Erfindungen Plädoyer für Patina - Sanftes Restaurieren Ärger mit dem Gummi - Forschung gegen den Zerfall Besuchermagnet oder Ruine - Eine Frage der Leidenschaft
Folge 3
CO² versenken – Brandenburg als Endlager?
28. März 2011 · 30 Min.
CO2 verpressen - ein Abgas als Müll? Gestein unter Druck - der Pionierversuch in Ketzin Kettenreaktion - Wenn Salzwasser aufsteigt Undichtes Brandenburg - Salz im Trinkwasser Beeskow und Neutrebbin - Endlager in Ost-Brandenburg?
Folge 4
Leben in Hast - Warum wir Entschleunigung brauchen
02. Mai 2011 · 30 Min.
Duschbäder versprechen Meditation und eine "Glückliche Auszeit", Sessel und Sofas heißen "Stressless", Yoga und Wellness boomen - kleine Oasen der Entspannung in schnelllebiger Zeit. Was hat uns zu Hektikern gemacht? Die Gegenpole Stress und Ruhe sind Gegenstand der Forschung geworden. Was macht innere Einkehr mit uns, was passiert beim Meditieren im Gehirn? Wissenschaftler mahnen: Tempo runter! Und fragen: Warum brauchen wir immer schneller immer mehr? Neue Enquete-Kommission sucht nach Alternativen: Eine neue Enquetekommission Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität des Deutschen Bundestags soll nach Alternativen suchen. Die gibt es im Kleinen längst: Slow Food, erste Slow Cities und einen Verein zur Verzögerung der Zeit. Eigenzeiten wieder als Maßstab des Lebens - wie es die Natur und andere Kulturen uns vormachen. Sind wir für westliche Geschwindigkeiten überhaupt geschaffen? Im Comenius-Garten in Neukölln passiert Erstaunliches, wenn die Kinder aus der Großstadthektik eintauchen in ihr kleines Paradies des Entdeckens ... Leben wider die Natur: Mehr Zeit zu haben - ist einer der häufigsten Wünsche geworden. Wir essen im Gehen statt gemütlich am Tisch, mailen und simsen statt in Ruhe zu reden. Dank Handy sind wir immer überall erreichbar. Kaum sind die Weihnachtsmänner aus dem Laden, lachen uns die Osterhasen an. Die Zeit rennt, obwohl uns tolle Technik Zeitersparnis suggeriert. Leben wir nicht längst gegen unsere Natur? Was Stress mit uns macht: Stress ist nicht ungesund, zu viel davon schon: wenn nämlich unser Stress-System allzu oft aktiviert wird und der Körper in fortwährende Alarmbereitschaft gerät. Nicht nur für Herz und Kreislauf kann das fatale Folgen haben, auch fürs Gemüt. Rund vier Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer Depression, Tendenz steigend. Eine Charité-Studie will herausfinden, wie Stress und Depression zusammenhängen. Geschichte der Beschleunigung. Jahrtausendelang lief das Leben in naturgegebenen Bahnen. Dann begann, im 18. Jahrhundert, eine ungeheure Dynamik. Die Beschleunigungslawine war nicht mehr aufzuhalten. Ein Grund, neben der Erfindung der Dampfmaschine: die neue Form der Geldschöpfung durch Banken, das Geschäft mit Zins und Zinseszins. Doch ewiges Wachstum in einer endlichen Welt ist nicht möglich. Gibt es andere Wege? Arbeit der Zukunft: Arbeit, Familie und Freizeit entspannt unter einen Hut zu kriegen - das sind wohl Träume der Studenten selbst, die an der TU Berlin ihr Modell TUtopia entwickelt haben. Wie könnte Arbeit in Zukunft aussehen? Denn Fehltage durch psychische Krankheiten steigen immer weiter an, gerade auch bei jungen Leuten. Was ist Leistungsdruck und Anpassungszwang entgegenzusetzen? Ein Zukunfts-Modell auch zur Entschleunigung des Alltagslebens. Meditation und Gehirn: Manche Meditationsschulen beschreiben unseren Geist wie einen quirligen Affen, immer in Bewegung, äußeren und inneren Reizen folgend. Selbst wenn wir nichts tun, gehen uns ständig Gedanken durch den Kopf. Beim Meditieren aber schauen wir den Gedanken gleichmütig zu. Wie solche Innenschau unser Gehirn verändert, erforschen Neurobiologen. Ziel ist letztlich auch, durch Entspannungstechniken Kranken zu helfen. Zur Ruhe kommen in Neukölln: Wenn die Kinder den Comenius-Garten betreten, ist auf einmal alles anders. Hier darf der Geist fliegen, hier gibt es so viel zu entdecken, ist man ganz bei sich. Der Erfinder und Hüter des Gartens, ein Wissenschaftshistoriker, wollte dem Reformpädagogen des 17. Jahrhunderts Johann Amos Comenius ein besonderes Denkmal setzen. Es ist zum Paradies für Neuköllner Kinder geworden. Wie ein Keim für neues Lebenstempo...
Folge 5
Weltstadt in Fahrt? Erinnerungen an Berlins Verkehrszukunft
16. Mai 2011 · 30 Min.
Weltstadt in Fahrt? - Erinnerungen an Berlins Verkehrszukunft Die Erfindung des Automobils vor 125 Jahren hat die Welt verändert. Berlin und Brandenburg gehörten zu den Pionierorten für frühe Elektroautos, aerodynamischen Karosserieformen und sparsame Kleinwagen. Zudem war Berlin vor dem 2. Weltkrieg, eng verwoben mit dem Brandenburger Umland, auch die Weltstadt des öffentlichen Nahverkehrs. Welche Mobilitätskonzepte führen nun nach Autoboom und S-Bahnkrise in die Zukunft? Eine Sendung anlässlich der neuen Dauerausstellung "Mensch in Fahrt" im Berliner Technikmuseum. Flugzeugautos und rollende Einkaufstaschen Ein Viertel Jahrhundert führte Berlins historische Automobilsammlung ein Schattendasein im Depot. Jetzt wird ein Teil dieses Schatzes gehoben und erstmals ab 13. Mai 2011 in der neuen Dauerausstellung 'Mensch in Fahrt' im Deutschen Technikmuseum der Öffentlichkeit gezeigt. Darunter sind wichtige Zeugnisse der einst ruhmreichen Berlin/Brandenburger Automobilbaugeschichte. Fahrzeuge mit längst vergessenen Innovationen, die bis heute Staunen hervorrufen und zum Teil Antworten auf aktuelle Mobilitätsfragen einer Großstadt geben. Elektromobile - Wiedergeburt einer Weltstadtidee "Elektrische Selbstfahrer" faszinierten die Menschen schon bei der internationalen Motorwagenausstellung im Jahr 1899 in Berlin. Und nicht ohne Grund kamen die ersten und leistungsfähigsten Elektrofahrzeuge aus der deutschen Hauptstadt, die als "Elektropolis" auf dem Weltmarkt den Ton angab. Doch mangels Reichweite und Leistung war die Geschichte der Elektroautos zunächst eine Sackgasse. Nun gewinnt die alte Idee an Fahrt: "Berlin elektrisiert!" Unter diesem Motto will die Stadt wieder internationale Metropole der Elektromobilität werden. Bahn für alle - Zurück in die Zukunft? Als in den 20er Jahren Tram, Bus, U-Bahn und S-Bahn in öffentliche Hand kamen, erlebte der Berliner ÖPNV seine erste Blütezeit. Die Straßenbahn wurde flächendeckend zum Verkehrsmittel Nummer 1, die S-Bahn fuhr in verblüffend kurzen Abständen. Nach dem Krieg und der Teilung verschwanden in Westberlin die Straßenbahnen zugunsten wachsender Autolawinen. Wohin geht nun die Reise nach dem S-Bahn-Chaos der Gegenwart? "Bahn für alle" fordert, die S-Bahn und ihr Netz in eine gemeinnützige GmbH umzuwandeln. Berlin 2025 - Leben ohne Auto? Ein Verkehrstag in der Zukunft. Das Auto dominiert nicht mehr die Straßen. Flanieren auf Boulevards macht wieder Spaß. Ein feines Angebot aus Tram, Bahn, Elektroleihwagen, Fahrrädern lässt sich mit einem elektronischen ÖPNV-Ticket ständig neu kombinieren. Große Berufspendlerströme zu festen Tageszeiten gibt es kaum noch. Dafür pulsiert ein sehr individualisierter Verkehr. Überall ist dafür die berühmte "letzte Meile" geschlossen. Fahrkomfort von Haus zu Haus. Auch ins Brandenburger Umland. Alles nur ein Traum?
Folge 6
Fischgeschichten – Die Rückkehr von Lachs, Quappe & Stör
06. Juni 2011 · 30 Min.
Gigantischer Aufwand für Giganten Störe gibt es seit 200 Millionen Jahren. Nun sind sie vom Aussterben bedroht. Alles wird darangesetzt, das lebende Fossil nicht verschwinden zu lassen. Manche Überraschung gibt es bei den Forschungen - und ungelöste Fragen: Warum vermehrt sich der amerikanische Stör im Aufzuchtsbecken, der europäische bisher nicht? Ist die Elbe überhaupt geeignet für die Wiederansiedlung? Wie wir die Fische vertrieben haben Bücher des 17. Jahrhunderts berichten vom außergewöhnlichen Fischreichtum der Elbe und ihrer Nebenflüsse. Vor allem Lachs, Aal und Stör wurden gefangen. Doch zu viele. Ausbau der Flüsse für die Schifffahrt und Industrieabwässer taten ein Übriges. Der Lachs kommt zurück Ein Fisch wird geküsst, der erste Lachs - welch Triumph - der nach dreijähriger Wanderung wiederkommt. Geschehen 1998 in Sachsen. Inzwischen wurden hunderttausende Lachsbabys in Elbzuflüssen ausgesetzt. Aus diesen Kinderstuben schwimmen die Heranwachsenden bis vor Grönland, fressen sich erwachsen und kehren geschlechtsreif zurück, um hier zu laichen und zu sterben. Eine filmische Wanderbegleitung. Wandern mit Hindernissen Staustufen, 253 allein an Bundeswasserstraßen, versperren den Fischen den Weg, die Flüsse hinauf in die Laichgebiete. Dagegen können Fischtreppen helfen. Doch viele erfüllen nicht ihren Zweck, die Hälfte in Deutschland müsste erneuert werden. Wie am Geesthachter Wehr bei Hamburg, wo für 20 Millionen Euro die modernste Fischtreppe Europas entstand. Auch Wasserkraftwerke sind Wanderhindernisse, hier finden vor allem Aale den Tod. Was ist dagegen zu tun?
Folge 7
Energiewende unter Hochspannung – Wie sicher ist die künftige Stromversorgung?
19. September 2011 · 30 Min.
Nach dem Atomausstieg ändert sich die Stromversorgung. Regenerative Energien rücken in den Mittelpunkt, auch in der Region Berlin-Brandenburg. Doch Wind- und Sonnenenergie liefern nicht immer gleich viel Leistung. Wie lassen sich diese Schwankungen ausgleichen? Um die Netzstabilität dauerhaft zu sichern, wird auch der Bau moderner Gas- und Kohlekraftwerke diskutiert.
Folge 8
Wind – gefährliche und nützliche Gewalt
24. Oktober 2011 · 30 Min.
Selbst eine hoch spezialisierte Vorhersagetechnik kapituliert vor den Launen des Windes. Freund und Feind ist er, unbeherrschbar und unverzichtbar. Wie sehr hat er uns immer noch im Griff? Tornados wüten auch in Brandenburg. Verheerende Sandstürme kann es auch im Barnim geben. Wir sind der unsichtbaren Kraft ausgeliefert und von ihr abhängig: Nicht zuletzt benötigen wir den Wind als Lieferant von Energie. Einst wurden Windgötter besänftigt, dann hat die Wissenschaft den Mythos entzaubert. Das Deutsche Technikmuseum Berlin widmet dem Wind ab dem 26. Oktober 2011 eine spannende Sonderausstellung.
Folge 9
Häuser im Klimawandel – Bauen gegen Kälte, Hitze und Sturm
14. November 2011 · 30 Min.
Energie sparen heißt die wichtigste Reserve nach dem Atomausstieg. Der Häuserbestand in Deutschland gehört zu den größten Verbrauchern. Über 40 Prozent der Primärenergie werden noch immer für Heizen und Warmwasser gebraucht. Laut EU-Gebäuderichtlinie müssen deshalb Neubauten ab 2019/2021 Niedrigstenergiehäuser werden und laut Energiekonzept der Bundesregierung alle Gebäude bis 2050 nahezu klimaneutral sein. Doch was heißt energetisch sinnvoll bauen, sanieren, klimatisieren? Mit aufwändigen Materialien und Kühlanlagen oder mit nachhaltigen Bauweisheiten? "OZON unterwegs verbindet Recherchen unterschiedlicher Autoren und beleuchtet komplexe Themen aus Wissenschaft und Umwelt vielschichtig und mit Hintergrund.
Folge 10
Strahlender Abgang – Wie ein Kernkraftwerk verschwindet
05. Dezember 2011 · 30 Min.
Als das Kernkraftwerk in den 60er-Jahren voller Begeisterung errichtet wurde - wer dachte da schon an die Mühen des Abbaus? Stillgelegt 1990, werden seit 15 Jahren in Rheinsberg strahlende Teile zerlegt und entfernt. Mit selbstentwickelter Spezialtechnik wird hier gearbeitet, denn für den Reaktorrückbau gibt es keine Technologie von der Stange. Ein enormer Aufwand für ein 70-Megawatt-Kraftwerk und nur ein kleiner Anfang vom Ende der Atomkraft in Deutschland. Noch jahrzehntelang soll das Reaktorgebäude in einer der beliebtesten Touristenregionen Brandenburgs stehen bleiben, zum Abklingen.