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Folge 1
Digitales Vergessen – Wie sicher ist unser Kulturerbe?
28. Januar 2013 · 30 Min.
Digitales Vergessen - Wie sicher ist unser Kulturerbe? Auf überliefertes Wissen zurückgreifen zu können, ist eine Grundlage unserer Kultur. Skulpturen, Gemälde, Bücher haben Jahrhunderte überstanden. Sie sind in ihrer Kodierung bis heute "lesbar". Ihre Digitalisierung gilt nun nicht nur als Demokratisierung des Wissens, sondern auch als alternativer Weg gegen den Zerfall des Materials. Doch ist Digitalisierung wirklich der beste Überlieferungsweg an unsere Enkel? Wie steht es mit der Lebensdauer und späteren Lesbarkeit heutiger Speichermedien? Auch in den Berliner und Brandenburger Archiven, Bibliotheken, Museen hat das große Digitalisieren begonnen. Scannen gegen den Verfall? Die Kirchenbibliothek St. Marien in Frankfurt (Oder) und die Neuruppiner Bilderbögen gehören zu den herausragenden Druckschätzen des Landes. Während die Bücher aus Pergament und Lumpenpapier Jahrhunderte überdauerten, zerfallen die handkolorierten Bilder. Denn sie wurden auf billigstem Industriepapier gedruckt. Nun soll Digitalisierung helfen, die Originale zu schonen. Geht die Rechnung auf? Skulpturen aus dem 3D-Kopierer? Seit fast 200 Jahren erfreut die Gipsformerei der Staatlichen Museen zu Berlin Kunstliebhaber mit Kopien berühmter Skulpturen und Plastiken. Doch was tun, wenn ein Original zu empfindlich ist, um auf traditionelle Weise abgeformt werden zu können? Die Antwort haben Experten der Technischen Universität Berlin: Sie digitalisieren das Kunstwerk - mit Hilfe eines berührungslosen Messverfahrens. Aus dem so erzeugten 3D-Modell lässt sich eine Gussform herstellen - so detailgetre Kulturgeschichte der Speichermedien: Antike Schrifttafeln gehören zu den haltbarsten Datenträgern. Analoge Archive überdauerten Jahrhunderte, wenn nicht Kriege oder Brände sie zerstörten. Selbst Lochstreifensysteme wurden erstaunlich alt. Ausgerechnet aber im kommunikativsten Zeitalter sinkt die Haltbarkeit der Datenträger auf wenige Jahre, wächst der Aufwand zum Lesbarmachen immens. Fragile Datenträger: Der Berliner Datenretter Matthias Wickenhöfer kann ein Lied davon singen. Immer mehr Kunden kommen in seine Werkstatt, weil ihre Datenträger kaputt sind. CDs und DVDs gibt er im Durchschnitt zwei bis drei Jahre. Festplatten sind für ihn mit fünf bis zehn Jahren Lebensdauer noch am sichersten. Viele lassen sich aber auch durch den ständigen Systemwandel schon bald nicht mehr reparieren. Wickenhöfer hat sich deshalb ein Lager voller elektronischer "Organspender" aufgebaut. Suche nach dem ewigen Speicher? Noch immer lagert das Bundesarchiv Deutschlands wichtigste Dokumente auf Mikrofilm ein. Noch immer speichert das Berliner Konrad-Zuse-Zentrum digitale Daten auf Magnetfestplatten und Magnetbändern. Trotz jahrelanger internationaler Forschung ist bis heute der universale Langzeitspeicher nicht gefunden, gelangen viele neue Entwicklungen kaum bis zur Marktreife. So bleibt auch beim Speichern des nationalen Kulturgutes neben Mikrofilm nur eins: kopieren, kopieren, kopieren. "OZON unterwegs verbindet Recherchen unterschiedlicher Autoren und beleuchtet komplexe Themen aus Wissenschaft und Umwelt vielschichtig und mit Hintergrund.
Folge 2
Trennen ist trendy - Die Wege des Mülls
25. Februar 2013 · 30 Min.
Die Tonne in orange ist in Berlin wieder abgeschafft, leider, sagen viele, weil sie nun mit ihren Wertstoffen zum Recyclinghof müssen. Doch kann man überhaupt glauben, dass der Inhalt der gelben und grauen, blauen, braunen und grünen Tonnen getrennt verarbeitet wird? Lohnt es sich also, Wohnraum zu verschwenden mit Behältern für Haus- und Biomüll, Kunststoff, Glas und das viele Zeitungspapier? Die stoffliche Verwertung verschiedener Abfallarten hat stark zugenommen. Wissenschaftler und Unternehmen entwickeln dafür immer neue Verfahren. Kunststudenten, Modemacher und Designer zaubern aus Müll spannende Kreationen. Abfall ist in - und ein gutes Geschäft. Wie aber hilft das der Umwelt? "OZON unterwegs verbindet Recherchen unterschiedlicher Autoren und beleuchtet komplexe Themen aus Wissenschaft und Umwelt vielschichtig und mit Hintergrund.
Folge 3
Materialwunder - Ersatzteilsuche für den Körper
25. März 2013 · 30 Min.
Die alternde Gesellschaft braucht die Hilfe der Medizintechnik, um Lebensqualität erhalten zu können. Neuartige Polymere und der Natur abgeschaute Metallgefüge gehören zu den faszinierenden Werkstoffen, mit denen Medizintechniker bio-verträglichen Ersatz schaffen wollen für beschädigtes menschliches Gewebe. Zu den führenden Forschungseinrichtungen auf diesem Gebiet der Medizintechnik gehören Institute in Teltow, Potsdam und Berlin. "OZON unterwegs verbindet Recherchen unterschiedlicher Autoren und beleuchtet komplexe Themen aus Wissenschaft und Umwelt vielschichtig und mit Hintergrund.
Folge 4
Die Erforschung der Liebe - Zwischen Kuschelhormon und Partnerbörse
22. April 2013 · 30 Min.
Über die Liebe kann man noch so viel wissen, sie folgt ihren eigenen Gesetzen. Dass sie aber keine höhere Macht ist, sondern ganz einfach auch Chemie, belegt die Forschung heute immer genauer: Molekulare Botenstoffe sind es, die auf Wolke 7 entführen, der passende Körpergeruch, das richtige Taille-Hüfte-Verhältnis. Welche Rolle spielen die evolutionsbiologisch festgelegten Mechanismen noch im Zeitalter digitaler Partnerbörsen? Das schönste der Gefühle beschäftigt heute nicht nur Biopsychologen und Hirnforscher, sondern auch Ethnologen, Sozialwissenschaftler und Philosophen. "OZON unterwegs verbindet Recherchen unterschiedlicher Autoren und beleuchtet komplexe Themen aus Wissenschaft und Umwelt vielschichtig und mit Hintergrund.
Folge 5
Länger leben - Die Sozialgeschichte des Alterns
13. Mai 2013 · 30 Min.
Das Wissenschaftsjahr 2013 nimmt den demografischen Wandel und seine Chancen ins Visier. Die Lebenserwartung ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts deutlich gestiegen. Auch als Folge vieler sozialer Errungenschaften. Denn neben biologischen Faktoren, Bildung und Lebensstil, waren bis nach dem 2. Weltkrieg schwere Arbeit, soziales Elend, mangelhafte medizinische Betreuung Gründe für früheres Sterben. Auch heute, so zeigt unter anderem das SOEP, eine jährlich stattfindende repräsentative Befragung der Leibniz-Gemeinschaft, sind Arbeit oder Arbeitslosigkeit, Angst oder Zufriedenheit mit entscheidend für die Lebenserwartung. "OZON unterwegs verbindet Recherchen unterschiedlicher Autoren und beleuchtet komplexe Themen aus Wissenschaft und Umwelt vielschichtig und mit Hintergrund.
Folge 6
Stadtgrün - Klimaretter für Metropolen?
17. Juni 2013 · 30 Min.
Berlin ist die grünste Hauptstadt Europas. Und doch läuft gerade eine Kampagne für zehntausend neue Straßenbäume. Mehr Dächer und Fassaden sollen begrünt werden, empfiehlt der Stadtentwicklungsplan Klima. Und warnt davor, offene Flächen wie das Tempelhofer Feld zuzubauen, wo sich Kaltluft bildet. Denn die Wissenschaftler sind sich einig: Es wird wärmer in der Hauptstadt. Und dagegen hilft unter anderem - noch mehr Wilde Staubfänger am Straßenrand Wie viel Feinstaub aus Abgasen schluckt der Wildwuchs am Straßenrand? Von Bäumen weiß man das längst. Aber wie stark entlasten Wegwarte, Beifuß und Vogelknöterich die Stadtluft? Ein Forschungsprojekt der Technischen Universität Berlin untersuchte die "spontane Straßenbegleitvegetation". Herausgekommen ist ein Plädoyer für mehr Wildnis - mitten in der Stadt. Die Stadt als Wärmeinsel Als mit der Industrialisierung die Städte immer schneller wuchsen, entdeckte man in London ein erstaunliches Phänomen: Die Temperaturen in der Millionenstadt waren höher als im Umland. Dieser Wärmeinsel-Effekt wurde im West-Berlin der 1970er und 80er Jahre genau untersucht, am Institut für Ökologie der TU Berlin. In Kreuzberg entstanden die ersten grünen Modellprojekte. Kühlende Kletterpflanzen Den Wettbewerb für den Bau eines neuen Institutsgebäudes in Adlershof vor zehn Jahren gewannen Architekten, die zur Gebäudekühlung Pflanzen nutzen wollten. Heute ranken sich 450 Kletterpflanzen am Institut für Physik in die Höhe und sorgen mit ihrer Verdunstungskälte für ein ausgezeichnetes Klima. Messungen von Anfang an machen das Glashaus im grünen Pelz zum bestuntersuchten begrünten Gebäude, das Experten aus aller Welt nach Berlin-Adlershof lockt. Die Farm im Wolkenkratzer Neue riesige Städte entstehen, Metropolen wachsen in die Breite, denn immer mehr Menschen zieht es in die Stadt. Die Versiegelung von Land aber heizt den Klimawandel weiter an. Visionäre wollen ganz weit nach oben bauen, den Dschungel und die Farm gleich mit ins Haus holen. In Singapur wird gerade ein Gebäude geplant, in dem Grünflächen siebenmal größer sein sollen als die Grundfläche. Doch auch Gärten auf den Dächern von New York oder vertikale Wände in Paris helfen dem Stadtklima. Ein Plan für Berlin In Straßen ohne Bäume kommt man schneller ins Schwitzen, Fassaden ohne Grün heizen sich viel stärker auf. Für den "Stadtentwicklungsplan Klima" wurde untersucht, wo in Berlin am meisten zu tun bleibt gegen Hitzestress an heißen Sommertagen. Vor allem innerhalb des S-Bahn-Ringes ist Handlungsbedarf. Denn nicht nur der Große Tiergarten ist kühlender Rückzugsort, sondern auch ein bunter entsiegelter Hinterhof. "OZON unterwegs verbindet Recherchen unterschiedlicher Autoren und beleuchtet komplexe Themen aus Wissenschaft und Umwelt vielschichtig und mit Hintergrund.
Folge 7
Glücklich 100 werden - Die Grenzen des Lebens?
16. September 2013 · 30 Min.
Dank sozialer und medizinischer Fortschritte wächst die Lebenserwartung in reichen Industrienationen ungebrochen. Wo wird die Evolution Halt machen? Die bisherige Sterblichkeitsentwicklung überrascht auch Demografieforscher in Deutschland. Nichts scheint dagegen zu sprechen, dass bis Mitte des 21. Jahrhunderts das Durchschnittsalter der heute Geborenen auf 100 Jahre steigen könnte. Was sagen Mediziner und Biologen dazu? Welche geistigen und körperlichen Faktoren befördern ein möglichst langes, selbstbestimmtes Alter am meisten? "OZON unterwegs verbindet Recherchen unterschiedlicher Autoren und beleuchtet komplexe Themen aus Wissenschaft und Umwelt vielschichtig und mit Hintergrund.
Folge 8
Moore - Die unterschätzten Klimaretter
14. Oktober 2013 · 30 Min.
Für Blumenerde aus Torf werden noch immer Moore zerstört. Obwohl man inzwischen weiß, dass Moore sehr viel CO2 speichern, dem Klimawandel entgegenwirken und bessere Kohlenstoffsenker sind als Wälder. Früher galten Moore als unheimlich und wertlos, bis man Torf als Brennstoff entdeckte. Im 20. Jahrhundert wurden riesige Flächen entwässert für eine leistungsfähige Agrarindustrie. Zerstörte Moore aber setzen Klimagase wieder frei. Wie können vor allem in Moorländern wie Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern die Feuchtgebiete zurückgewonnen werden? Und muss Blumenerde unbedingt aus Torf sein? "OZON unterwegs verbindet Recherchen unterschiedlicher Autoren und beleuchtet komplexe Themen aus Wissenschaft und Umwelt vielschichtig und mit Hintergrund.
Folge 9
Leiser fliegen - Luftfahrtforschung in Berlin-Brandenburg
11. November 2013 · 30 Min.
Berlin und Brandenburg waren einst die Wiege der Luftfahrt. Hier wirkte Lilienthal und hier gab es die erste Flugmotorenfabrik, den ersten Motorflugplatz sowie das erste Zentrum für Konstruktion, Erprobung und Bau von Flugzeugen in Deutschland. Seit 1990 konnte die Region nicht nur daran anknüpfen, sondern sich mit 22.000 Arbeitsplätzen zum drittwichtigsten Standort der Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland entwickeln. Die Berlin-Brandenburg Aerospace Allianz e.V. (BBAA) vereint heute über 100 Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die im Triebwerksbau, Leichtbau, Kleinflugzeugbau und in der Planung von Flugplätzen Weltniveau liefern. "OZON unterwegs verbindet Recherchen unterschiedlicher Autoren und beleuchtet komplexe Themen aus Wissenschaft und Umwelt vielschichtig und mit Hintergrund.
Folge 10
Intelligente Maschinen - Wie schlau können Roboter sein?
09. Dezember 2013 · 30 Min.
Es ist ein Menschheitstraum: Denkende Maschinen zu erschaffen, die uns Arbeit abnehmen. Ein Traum, an dessen Verwirklichung Wissenschaftler seit Jahrzehnten arbeiten. Und noch nie waren sie der Erfüllung so nahe wie heute. Ob als Roboter in der Industrie, als Simulation im Computer oder gar als ganzes intelligentes Haus - künstliche Intelligenz hat Einzug in unser Leben gehalten. Doch was macht einen guten Roboter aus? Wie zuverlässig ist das ausgelagerte Denken? Und wo stößt es an Grenzen? Ozon unterwegs geht diesen Fragen nach. "OZON unterwegs verbindet Recherchen unterschiedlicher Autoren und beleuchtet komplexe Themen aus Wissenschaft und Umwelt vielschichtig und mit Hintergrund.